Soziale Ungleichheit im sozialdemokratischen Musterland Schweden

ungleichheit_schweden_1980-2013Schweden gilt gemeinhin als Vorbild in Sachen sozialer Gleichheit. Tatsächlich ist im einstigen sozialdemokratischen Musterland jedoch seit den 1980er Jahren ein starker Anstieg der Ungleichheit zu beobachten, der zum Großteil auf politische Entscheidungen zurückgeht. Die lange Zeit regierenden Sozialdemokraten waren hieran maßgeblich beteiligt. Unter der von den Konservativen geführten Allianzregierung (2006-2014) kam es schließlich zu einer weiteren Verschärfung der Ungleichheitspolitik. Ein Gastbeitrag von Frank Bandau Weiterlesen →

Neue Debatte um Vermögensungleichheit und Vermögensteuer

Neue Daten zur Ungleichheit der Vermögen weltweit und in Deutschland machen die Runde: 62 Menschen besitzen so viel wie die Hälfte der Menschheit; in Deutschland gehören – je nach Datengrundlage – den reichsten 10 Prozent bis zu drei Viertel der Vermögen. Auch deshalb wird wieder zunehmend über eine Wiedereinführung der Vermögensteuer diskutiert. Eine maßvolle Besteuerung der Vermögen der reichsten 1 Prozent könnte ein Steueraufkommen von 10-20 Mrd. bringen Weiterlesen →

Mau / Schöneck: (Un-)Gerechte (Un-)Gleichheiten

mauschoeneck2015Rezension des Sammelbands (Un-)Gerechte (Un-)Gleichheiten, Herausgegeben von Steffen Mau und Nadine M. Schöneck, Suhrkamp 2015, 208 Seiten, 16 Euro, ISBN: 978-3-518-12684-4, mit Beiträgen von Jutta Allmendinger, Jens Beckert, Rainer Hank, Wolfgang Merkel, Sighard Neckel, Paul Nolte, Hartmut Rosa u.a.
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Wo die wilden Vermögen liegen – Gabriel Zucmans „Taxing Across Borders“ als Meilenstein der Steuerfluchtforschung

Schätzungsweise 190 Milliarden Dollar gehen Staaten weltweit jedes Jahr verloren durch Steuerflucht und Steuervermeidung allein aus Finanzvermögen. Zudem sinken die effektiven Steuersätze auf Unternehmsngewinne kontinuierlich, wie der junge Ökonom Gabriel Zucman am Beispiel der USA aufzeigt. In einem neuen Journalartikel fasst er seine Forschungsergebnisse zu Steuerflucht und Steuervermeidung zusammen. Weiterlesen →

Warum Freiheit nicht Ungleichheit rechtfertigt

Ungleichheit wird regelmäßig als hinzunehmendes Resultat einer marktwirtschaftlichen Wirtschaftsordnung gerechtfertigt. Die tiefere Begründung wird dabei gerne mit einem Verweis auf Freiheit als Wert gegeben. Der politische Philosoph G. A. Cohen aus Oxford, vor mittlerweile fünf Jahren verstorben, hat dieses Argument auf so brillante Weise zerlegt – dass eine kurze Erinnerung immer wieder lohnt. Weiterlesen →

Schwache Argumente? Einblicke in den Abgrund der deutschen Piketty-Debatte

Thomas Pikettys ‚Capital in the 21st Century’ macht international Furore – es führt Bestsellerlisten an, füllt die Blogs und Feuilletons, ja sogar zum Talk-Show-Thema in der ARD hat das Buch, das die wachsende Einkommensungleichheit und Vermögenskonzentration in den Fokus rückt, getaugt. Da ist es nicht verwunderlich, dass es die Kritiker auf den Plan ruft. Die Wucht allerdings, mit der die Attacke von einschlägigen Medien und Ökonomen insbesondere in Deutschland betrieben wird, lässt aufhorchen. Ein Gespenst geht um, das Gespenst der Ungleichheitsforschung. Weiterlesen →